02.10.2009 Humanoid Album-Release 03.10.2009 Wetten, dass..? / ZDF / 20.15 Uhr 09.10.2009 MTV Day, Griechenland 16.10.2009 100% Tokio Hotel / RTL / 22.15 Uhr 05.11.2009 MTV Europe Music Awards in Berlin, Deutschland
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zu Tokio Hotel und ich kenne sie auch nicht
persönlich. Deshalb kann ich keine
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weiterleiten.
Was wurde über Bill Kaulitz eigentlich noch nicht geschrieben? Angefangen bei seiner Androgynität, über angebliche Homosexualität bis hin zur Magersucht war alles schon dabei. Doch sieht man sich den gerade mal 20-Jährigen einmal objektiv an, möchte man viel mehr wissen: was hat diesen Menschen so stark gemacht, das alles auszuhalten? Und wie fühlt er sich, wenn sich die Türen nach einem Konzertauftritt hinter ihm schließen?
Anlässlich der Premiere des Animationsfilms “Arthur und die Minimoys 2″, in dem der Tokio Hotel-Frontmann zum zweiten Mal die Hauptrolle Arthur synchronisiert, trafen wir Bill Kaulitz im Berliner Luxushotel Ritz Carlton.
Die junge Musikikone trägt einen beeindruckenden Irokesen, lackierte Fingernägel in silberner Farbe, lila Pulli, enge schwarze Hose und eine lange Halskette. Wie so oft verstärkt ein aufwändiges Make-Up seine mediale Persönlichkeit, doch dann beginnt er zu reden. Ein offener Talk über die Hysterie um seine Person, Momente der Stille und die Sache mit der Liebe.
Spielfilm.de: Bill, du bist ein viel beschäftigter junger Mann. Wieso hast du dir für die Synchronisation dieses Films trotzdem Zeit genommen? Bill Kaulitz: Ich habe beim zweiten Teil ganz schnell ja gesagt, weil mir Arthur und die Minimoys schon nach dem ersten Mal sehr ans Herz gewachsen sind. Es gibt sogar ein paar Parallelen zwischen uns: Arthur trägt in dem Film eine sehr große Verantwortung, obwohl er noch sehr jung ist. Und dann wäre da natürlich noch die Frisur…
Spielfilm.de: Apropos: wie lange stehst du jeden Tag vorm Spiegel, um dich so herzurichten? Kaulitz: Das ist echt schon Routine. Mit Duschen und allem drum und dran, dauert es zirka eine Stunde.
http://de.tinypic.com/Spielfilm.de: Machst du dein gesamtes Styling selbst, oder bekommst du dafür Unterstützung? Kaulitz: Ich mache alles selbst. Ich habe ein ganz großes Problem damit, andere an mich heran zu lassen. Ein Stylist wäre daher eine absolute Horrorvorstellung für mich. Ich finde es furchtbar, wenn Leute ankommen und einen beraten wollen. Man selbst weiß es doch immer am besten!
Spielfilm.de: Du fällst besonders durch deinen extravaganten Stil und deine Androgynität auf. Wie kam es zu diesem Look? Kaulitz: Das war eine ganz automatische Entwicklung. Ich habe schon relativ früh damit angefangen. Mit elf Jahren habe ich mir das erste Mal die Haare gefärbt. Ich habe auch schon sehr früh damit begonnen, meine Augen zu schminken und mir die Fingernägel zu lackieren – und bin dann auch so zur Schule gegangen.
Spielfilm.de: Erkennen dich denn die Leute auf der Straße auch, wenn du ohne dein markantes Outfit und ungestylt aus dem Haus gehst? Kaulitz: Auf jeden Fall. Ich glaube, dass die Leute mich bereits an der Nasenspitze erkennen. Wenn ich zum Beispiel am Flughafen bin, habe ich oft eine Mütze auf und Jogginghosen an, aber trotzdem werde ich fast immer erkannt.
Spielfilm.de:Du hast immer wieder betont, dass du genau das Leben führst, dass du dir immer gewünscht hast. Gibt es dennoch auch eine negative Seite deines Erfolgs? Kaulitz: Oh, da fällt mir einiges ein. Man muss daher immer wieder die Entscheidung treffen, was für einen überwiegt. Für mich sind das bisher immer die positiven Seiten gewesen. Man darf es gar nicht so weit kommen lassen, dass das Negative überwiegt, sondern muss versuchen, sich auf die schönen Dinge zu konzentrieren. Nur dann kann man das immer weiter durchzuziehen. Der Erfolg ist nun mal ein Fluch und ein Segen. Ich könnte nicht ohne ihn, kann aber auch nicht richtig damit.
Spielfilm.de: Was stört dich am meisten an deiner Bekanntheit und was vermisst du seither am stärksten? Kaulitz: Manchmal würde ich mir wünschen, mehr Zeit für mich oder zumindest ein Privatleben zu haben. Denn das habe ich nicht mehr. Alle Dinge, die ich tue, werden öffentlich diskutiert. Ich würde so gerne auch einmal einen Fehler machen dürfen, ohne dass sich dazu jeder eine Meinung bilden kann. Ich habe sehr früh angefangen und dadurch natürlich auch sehr viele Sachen verpasst. Auf der anderen Seite habe ich dafür vieles erlebt, was andere nie erleben dürfen – wofür ich total dankbar bin.
Spielfilm.de: Was würdest du gerne nachholen, wenn du die Chance dazu bekommen würdest? Kaulitz: Ganz einfach: den normalen Kontakt mit Menschen, zwischenmenschliche Begegnungen, oder einfach nur verliebt zu sein.
Spielfilm.de: Hattest du denn noch nie eine feste Freundin? Kaulitz: Doch, ich hatte schon Freundinnen, aber nur bis ich fünfzehn Jahre alt war, danach nicht mehr. Und das ist doch ein bisschen wenig dafür, dass ich jetzt schon zwanzig bin.
Spielfilm.de: Du hast in einem Interview einmal gesagt: ‘Ich wäre so gerne verliebt. Aber das ist wahrscheinlich das Letzte, was in meinem Leben passieren wird.’ Wie hast du das genau gemeint und stimmt der Satz auch heute noch? Kaulitz: Leider hat sich daran nichts geändert. Das heißt: ich könnte damit Recht behalten – was ich allerdings nicht hoffe. Aber es ist doch irgendwie eine realistische Einschätzung von mir. Wenn ich mir mein Leben in den letzten fünf Jahren so ansehe, dann gab es da für mich gar keine Möglichkeit, mich zu verlieben. Es gibt keine Dates und man lernt auch sonst niemanden normal kennen, zwischenmenschliche Begegnungen passieren einfach nicht. Es werden einem vielleicht einmal ein paar Leute vorgestellt, aber die trifft man dann aus beruflichen Gründen. Von daher wüsste ich nicht, wer als große Liebe in Frage kommen sollte.
Spielfilm.de: Gibt es trotzdem eine Traumvorstellung, wie die Person aussehen könnte? Kaulitz: Nein, ich habe da gar kein Traumbild vor Augen. Es gibt keine bestimmte Person, an die ich dabei denke und ich würde es auch nicht an der Haarfarbe festmachen. Ich glaube in dieser Angelegenheit wirklich noch an die Liebe auf den ersten Blick. Ich würde es also sofort wissen, wenn sie vor mir steht.
Spielfilm.de: Wie denkst du darüber, dass auch Jungs dich toll finden? Kaulitz: Dass Jungs auf mich stehen, finde ich völlig okay – warum auch nicht?
Spielfilm.de: Und wie findest du es, dass so manch einer behauptet, du wärst vielleicht schwul? Kaulitz: Das ist eine Sache, die mich schon fast langweilt. Ich kann es natürlich nachvollziehen, denn in den gesellschaftlichen Formen in denen wir denken, liegt diese Frage fast schon auf der Hand.
http://de.tinypic.com/Spielfilm.de: Du bist sehr dünn und viele vermuten daher eine Essstörung. Wie lautet deine Erklärung für deine schlanke Linie? Kaulitz: Ich musste zum Glück nie darauf achten und konnte immer essen, was ich wollte. Ich bin, was Essen angeht, total unkompliziert. Ich mag keine vornehmen Restaurants und finde es auch eher anstrengend, in einem Luxus-Hotel zu sitzen und dort kleine Häppchen serviert zu bekommen. Da bevorzuge ich doch eher die einfachen Gerichte wie Pasta oder Pizza.
Spielfilm.de: Wie gehst du mit den ganzen anderen Behauptungen über dich um, die die Gerüchteküche regelmäßig zum Brodeln bringen? Kaulitz: Ich lese erst einmal möglichst wenig darüber und kaufe mir auch keine Zeitungen. Meistens wird es einem erzählt und man wird so damit konfrontiert. Es gibt aber mittlerweile nichts mehr, was mich wirklich verletzen oder ernsthaft beschäftigen würde. Mir würde auch selbst als Redakteur gar nichts mehr einfallen, was ich schreiben könnte, um richtig etwas loszutreten. Nur Dinge, die von meiner Familie, Tom, oder meinen Freunden kommen, könnten so etwas verursachen.
Spielfilm.de: Welche Rolle spielt deine Familie und insbesondere dein Zwillingsbruder in deinem Leben? Kaulitz: Es sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben. Ohne Tom könnte ich keinen Tag überleben. Wenn wir einmal nicht zusammen sind – was sehr selten vorkommt – telefonieren wir ganz oft. Im Prinzip ist Tom ja quasi ich und ich bin er. Wir sind nie vollständig, wenn wir alleine unterwegs sind. Ich habe auch ein super Verhältnis zu meinen Eltern und wir stehen in sehr engem Kontakt. Meine Familie ist die einzig wirklich private Anlaufstelle, die ich habe. Und die Zeit, die ich mit ihr verbringe, ist auch die einzige, in der ich wirklich komplett abschalten kann.
Spielfilm.de: Wo wohnt ihr derzeit? Kaulitz: Tom und ich wohnen in Hamburg. Wir sind bereits mit fünfzehn von zu Hause ausgezogen und schon früh dorthin gegangen. Eigentlich macht es für mich aber gar keinen Unterschied, in welcher Stadt ich wohne. Es ist nur wichtig, dass das Haus oder die Wohnung schön ist und dass ein Grundstück darum gelegen ist. Denn letztendlich komme ich nicht über meinen Zaun hinaus. Ich könnte allerdings niemals ganz aus Deutschland weggehen.
Spielfilm.de: Fast überall auf der Welt fangen Mädchen an, sich die Seele aus dem Hals zu schreien, wenn sie euch sehen. Wie hält man das aus? Wird man da nicht langsam taub? Kaulitz: Überhaupt nicht. Bei Live-Konzerten haben wir auch immer unser In-Ear-Monitoring drin, das einen großen Teil der Lautstärke abdämmt. Oft bekommt man das volle Ausmaß des Lärms auf der Bühne also gar nicht so mit. Wenn ich aber auf dem roten Teppich unterwegs bin und die Leute anfangen zu schreien – dann kann das für mich gar nicht laut genug sein. Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, dass unsere Fans sogar bei den spießigen Galaveranstaltungen am Start sind und Stimmung machen.
Spielfilm.de: Welche Popkünstler inspirieren dich? Wer sind deine Idole? Kaulitz: Es gibt viele verschiedene Leute, die ich echt ganz gut finde. Ich mag David Bowie und – wie die anderen drei Jungs auch – Aerosmith. Steven Tyler wäre zum Beispiel jemand, mit dem ich sehr gerne auch einmal auf der Bühne stehen oder einen Song machen würde.
Spielfilm.de: Wie kommst du zur Ruhe? Kaulitz: Zeit zum runterkommen hat man ganz oft: man kommt nach einer Show vor 15.000 Leuten von der Bühne, sitzt im Backstage-Bereich und plötzlich ist es ganz ruhig. Von der einen zur anderen Sekunde ist auf einmal niemand mehr da und danach ist man ganz alleine im Hotelzimmer. Man muss daher eher versuchen, sich mit Menschen zu umgeben, damit man nicht völlig vereinsamt.
Spielfilm.de: Mit deiner Band Tokio Hotel tourst du demnächst wieder um die halbe Welt, eben erst habt ihr bei den European Music Awards die Auszeichnung als Beste Band erhalten. Könntest du es dir trotzdem irgendwann einmal vorstellen, ein Soloprojekt zu starten? Kaulitz: Ich könnte es mir nie vorstellen, ein reiner Solokünstler zu sein und alles alleine ohne Tokio Hotel zu machen. Es wird aber wahrscheinlich auch einmal Zeiten geben, in denen wir nicht jedes Jahr ein Album veröffentlichen. Da kann ich dann vielleicht dazwischen ein Duett mit einer anderen Band aufnehmen. Das war’s dann aber auch schon mit den Soloausflügen.
Spielfilm.de: Und wie wäre es mit einem Ausflug in die Schauspielerei? Kaulitz: Sänger sollten singen und Schauspieler sollten schauspielern. Deswegen habe ich auch bis jetzt noch nichts in die Richtung unternommen. Aber es reizt einen natürlich dann doch, wenn man plötzlich die Möglichkeiten dazu bekommt. Wenn also die richtige Rolle dabei wäre, dann würde ich schon ja sagen.
Ein Tonstudio versteckt in einem Hinterhof in Berlin-Schöneberg. Im ersten Stock des Gebäudes steht Bill Kaulitz (20) grade mit BRAVOleserin Nora (13) in der Sprecherkabine. Sie hat bei BRAVO eine Sprechrolle in „Arthur und die Minimoys 2″ (seit 26.11.09 im Kino) gewonnen. Die Hauptfigur Arthur spricht Bill. Jetzt aber kümmert sich der Tokio Hotel Sänger um Nora, unterstützt sie bei den Aufnahmen. Die beiden verstehen sich, Bill hat jede Menge Spaß, lacht die ganze Zeit. Doch beim anschließenden BRAVO Interview zeigt er plötzlich eine ganz andere Seit … Bravo: Bill, bist du Glücklich? Bill: Mit meiner Karriere bin ich total Happy. Unser Album „Humanoid“ kommt super an. In den meisten europäischen Ländern sind wir damit in den Charts noch erfolgreicher als mit dem letzten Album! Ich wünschte Privat würde es auch so gut laufen. Ich weiß nicht, was ich brauche, um zufrieden zu sein - aber ich bin es nicht. Bravo: Irgendeine Idee woran das liegt? Bill: Vielleicht weil ich keine Zeit habe, mich über das, was ich erlebt habe richtig zu freuen. Ich kann unseren Erfolg gar nicht feiern oder genießen. Weil ich immer etwas neues zu tun habe. Und mir fehlt immer noch die Liebe. Leider… Bravo: Wie kannst du die denn finden? Können wir helfen? Bill: Ich weiß es doch auch nicht (seufzt). Es gibt ja viele Leute die versuchen in einer Realitysoap einen Partner zu finden.“Bill in Love” wäre aber überhaupt nichts für mich. Vor einer Kamera Gefühle zu einem Mädchen aufzubauen – das geht nicht. Das ich mal privat jemanden kennen lerne ist leider sehr unwahrscheinlich. Ich geh ja nicht raus, nicht mal einkaufen! Bravo: Und warum entfliehst du nicht mal deiner Welt und gehst ohne Bodyguards weg? Bill: Das will ich ehrlich gesagt gar nicht ausprobieren, habe sogar angst davor! Grade in Europa ist es für mich schwer, alleine in einen Club zu gehen. Selbst wenn Securitys dabei sind, kommt es mir sehr wie eine Fotosession oder eine Autogrammstunde vor. Dann fühle ich mich wie ein Tier im Zoo. Aber das gehört zum Starsein natürlich dazu. Vielleicht lerne ich ja mal jemanden über meinen Job kennen - wer weiß…? Wenn die Liebe wirklich mal kommen sollte, dann bestimmt ganz zufällig. Bravo: Bist du wenigstens zufrieden mit dir selbst? Bill: Manchmal kann ich mich gar nicht leiden. Auftritte von mir sehe ich mir nicht an – im TV ertrage ich mich nicht. Mich nervt es auch, dass ich andauernd über irgendwas nachdenke. Dass ich so oft unentspannt und aufgeregt bin. Ich check immer zweimal ob die Tür abgeschlossen ist. Seh 10 mal nach, ob ich auch nicht vergessen habe. Ich glaub ich muss einfach entspannter werden. Bravo: Hast du Angst vor der Zukunft? Bill: Ja. Wer weiß was ich in 5 oder 10 Jahren mache? Meine Horrorversion wäre, einen Computerjob im Büro zu haben. Das ist einfach nicht für mich. Ich hatte schon in der Schule ein Autoritätsproblem. Ich kann einfach auf niemanden hören. Ich hoffe, dass ich immer mein eigener Chef sein darf. Bravo: Rastest du auch mal aus – Oder bist du eher dauernett? Bill: Ich bin sehr emotionsgeladen, hab mich schon oft mit den anderen Jungs oder Team-Mitgliedern angeschrien, wenn mal irgendwas nicht richtig läuft oder mir nicht in den Kram passt. Bravo: Wie läuft ein Streit bei Tokio Hotel denn so ab? Bill: Früher haben wir uns auch mal geprügelt. Heute machen wir eher Psychodruck… Bravo: Wirklich?! Wie muss man sich das vorstellen? Bill: Wir reden dann nicht mehr miteinander. Oder wir sagen dem andern absichtlich Termine ab: wenn ich mich total auf ein Fotoshootig freue und Tom sauer auf mich ist, dann sagt er es heimlich ab. Aber am nächsten Tag ist der Ärger meist schon wieder vorbei. Bravo: Hat einer von euch im Streit schon mal gesagt:“mir reicht`s! Ich hör auf!“? Bill: Laut hat das noch keiner gesagt, aber den Gedanken hatte jeder von uns schon mal! Es gab auch schon Momente wo ich dachte: Ich mach das nicht mehr, ich werf alles hin! Und das gibt es auch immer noch: dass ich denke, ich will einfach Zeit für mich haben. Bravo: Was sind das für Situationen, in denen dir alles zu viel wird? Bill: Wenn ich nicht weiter weiß oder mir die Ideen ausgehen. Dann gibt es Tage, an denen ich nur noch meiner Sachen packen will - und am liebsten ein Jahr nichts mehr von der Band hören möchte. Aber am Ende denke ich wieder an die Fans, an die Kraft, die sie uns geben und wie viel Spaß es mir doch macht, Tokio-Hotel-Frontmann zu sein.
PS: Vergesst nich für die NRJ Awards zu voten und Tokio Hotel für den Grammy zu nominieren!
Sie sind derzeit Deutschlands erfolgreichste Band, ihr drittes Album „Humanoid“ ist gerade erschienen, im Februar gehen sie auf große Tour.
BILD sprach mit den vier Teenie-Rockern von „Tokio Hotel“. Bill (20), Tom (20), Georg (22) und Gustav (21) über Liebe, Fans und schlechte Ohren.
BILD: Wart ihr eigentlich nach all den Jahren voller Mädchengekreische mal beim Hörtest? Tom: „Nee. Aber Bill und ich hören von Geburt an schlecht. Deshalb sprechen wir auch so laut.“ Bill: „Ja, und wenn das noch schlechter geworden sein sollte, dann liegt es daran, dass wir super-laut Musik hören und nicht an dem Gekreische. Das ist übrigens das Geilste, was es gibt! Wir finden’s so schön, dass unsere Fans ihre Emotionen rausschreien.“
BILD: Ihr spielt am 28. Februar in der Color Line Arena. Worauf können sich eure Fans freuen? Bill: „Nicht nur auf ein Live-Konzert, sondern auf eine ganz, ganz große Show. Zusammen mit einer Londoner Bühnendesignerin haben wir eine richtig coole Bühne entworfen – mit Pyrotechnik, LED-Wand und vielen beweglichen Elementen. Wir gehen mit zwei Tourbussen und mehr als zehn Trucks auf Tour.“
BILD: Themenwechsel! Bill, stimmt es, dass du keine Freundin mehr hattest, seit du 15 warst? Bill: „Ja.“
BILD: Keine Zeit? Bill: „Daran liegt es nicht nur. Wenn ich wirklich verliebt bin, lasse ich alles stehen und liegen, würde sogar die Stadt oder das Land verlassen. Aber dadurch, dass ich selten rausgehe, habe ich gar nicht die Möglichkeit, jemanden kennenzulernen oder einen Kontakt zu intensivieren – außer mit einem anderen Star oder einem Mitarbeiter.“
BILD: Wie muss SIE denn sein? Bill: „Am Aussehen kann ich das gar nicht festmachen. Bei mir ist es Liebe auf den ersten Blick. Ich muss sofort das Gefühl haben, dass ich ihr vertrauen kann. Und sie sollte spontan und lebensfroh sein.“
BILD: Wie steht es um das Liebesleben der anderen? Georg: „Ich habe seit fast einem Jahr eine Freundin.“ Tom: „Bis auf Georg sind wir alle Singles. Ich war noch nie in meinem Leben verliebt. Das liegt nicht am Äußeren, es gibt einen Haufen hübscher Frauen. Bei mir muss das Gesamtpaket stimmen.“
Nominierungsvorschlag für die Grammy Awards 2010
Billboard.com sucht momentan die Nominierungsvorschläge für die Grammy Awards 2010. Die Grammy Awards sind sowas wie der “Oscar” in der Musikbranche. Unter http://www.billboard.com/#/features/gram…67.story?page=2 kann man zunächst für eine mögliche Nominierung voten. Wie ihr seht, fehlt dort momentan noch der Name von Tokio Hotel. Und da es ja ein großer Wunsch der Jungs ist, mal einen Grammy zu gewinnen, sollten wir versuchen, diesen Wunsch zu erfüllen, sie also zumindest schon mal auf die Nominée-Liste zu bringen. Im Voten haben wir bis jetzt so manches Unmögliche möglich gemacht, daher wäre es sicher einen Versuch wert. Also bitte ran an die Tasten und unter “Other” für Tokio Hotel voten: What song should be nominated for Record of the Year?
=> Other, Tokio Hotel “Automatic”
What album should be nominated for Album of the Year?
=> Other, Tokio Hotel “Humanoid”
Which artist should be nominated for Best New Artist?
=> Tokio Hotel”
Vom italienischen Fanclub ausgehend, wollen wir am 18. Dezember - dem Erscheinungstag von “Lass Uns Laufen/World Behind My Wall” - eine europaweite Aktion unterstützen, um Tokio Hotel an die Spitzen aller Charts zu bringen.
Was ihr dafür tun müsst? Kauft euch die Single am 18. Dezember über iTunes. Gerne auch zweimal, in der deutschen & englischen Version
Wer keine Kreditkarte hat, kann sich eine iTunes Prepaid-Card besorgen, die zum Beispiel bei Saturn und MediaMarkt erhältlich sind.
Damit sich das Ganze nicht nur für TH, sondern auch für euch lohnt, verlost der italienische Fanclub unter allen Fans, die ihnen eine Kopie ihre iTunes Rechnung mit der Kaufbestätigung schicken, einen tollen Preis.
Weitere Informationen findet ihr direkt beim italienischen Fanclub.” Tokio Hotel Fanclub
“´Ich bin nicht der One-Night-Stand Typ´
Bill Kaulitz Lässt sich Bill Kaulitz in der Öffentlichkeit blicken, fangen Teenies sofort an zu kreischen - egal ob in Deutschland, Israel oder in Amerika
wie bereits im ersten Teil dem Titelhelden des Films “Arthur und die Minimoys 2 - Die Rache des Bösen M” seine Stimme geliehen. Gala traf den Tokio-Hotel-Sänger zum Interview.
In “Arthur 2″, dem neuen Animationsfilm von Luc Besson, haben Sie nun bereits zum zweiten Mal dem kleinen Helden Ihre Stimme geliehen. Ist es denn schwierig, sich mit einer Fantasy-Figur zu identifizieren?
Es ist schon eine Herausforderung, sich in eine Fantasiewelt hineinzuversetzen und einer Trickfilmfigur durch die eigenen Stimme Emotionen einzuhauchen. Am schwierigsten ist es, wenn man plötzlich wie auf Befehl lachen oder weinen muss. Und das mehrere Male hintereinander. Aber am Ende hat es doch ganz gut geklappt.
Könnten Sie sich auf vorstellen, demnächst für einen Kinofilm auch vor der Kamera zu stehen?
Eigentlich war ich immer der Meinung, dass Sänger singen und Schauspieler schauspielern sollen. Doch ehrlich gesagt, habe ich in letzter Zeit immer wieder darüber nachgedacht, es doch einmal auszuprobieren. Wobei ich jedoch noch gar nicht weiß, ob ich überhaupt genügend Talent dazu habe. Es müsste deshalb erst einmal eine kleine Rolle sein.
Würden Sie lieber einen Bösewicht oder einen Superhelden spielen?
Auf alle Fälle den Bösewicht. Am liebsten einen Vampir oder einen Junkie - ja, das wären meine absoluten Traumrollen.
Das nächste “Twilight”-Buch wird sicherlich auch bald verfilmt, wie wäre es als böser Vampir an der Seite von Robert Pattinson
Robert Pattinson Seit der “Twilight”-Verfilmung sorgt Robert Pattinson für Furore. Kein Wunder: Der hübsche Brite steht für den hübschesten Vampir seit Brad Pitt?
Hey, bei “Twilight” würde ich sofort Ja sagen.
In “Arthur 2″ schlägt das Herz des kleinen Helden für Prinzessin Selena. Ihr Herz dagegen ist weiterhin auf der Suche …
Ich würde mich ja echt gerne verlieben, aber es scheitert einfach an dem Leben, das ich derzeit führe. Mit “Tokio Hotel” verbringen wir höchstens zwei Tage in einer Stadt und fliegen dann schon wieder in die nächste. Mir aber ist in einer Beziehung nun einmal Vertrauen sehr wichtig. Ich bin unglaublich skeptisch und lasse nur ganz wenige Menschen nah an mich ran. Natürlich gäbe es die Möglichkeit, jeden Abend ein Mädchen mit aufs Zimmer zu nehmen, aber das habe ich noch nie gemacht. Ich bin überhaupt nicht der One-Night-Stand-Typ. Das ist auch nicht das, wonach ich suche. Ich suche jemanden, der mir wirklich etwas bedeutet.
Was müsste eine Frau haben, um Ihr Interesse zu wecken?
Sie müsste Lebensfreude ausstrahlen, spontan sein und selbstbewusst. Außerdem sollte sie auf eigenen Beinen stehen und ihr Leben nicht von meinem anhängig machen.
Ihre Karriere mit “Tokio Hotel” mutet auch an wie aus einem Märchen an. Sie sind zu Weltstars geworden in den vergangenen fünf Jahren. Wünschen Sie sich manchmal, einfach nur der ganz normale Bill Kaulitz zu sein, der sie vorher waren?
Absolut. An manchen Tagen wache ich auf und denke mir: Oh Gott, das überfordert mich alles, ich will und kann heute nicht. Es gibt natürlich einen Riesendruck, der auf uns lastet und den meisten Druck mache ich mir selbst. Mein Bruder Tom und ich, wir sind Kontrollfreaks. Es ist für uns unglaublich schwer, anderen Menschen Entscheidungen zu übertragen. Alles läuft über unseren Tisch - und das ist manchmal einfach zu viel. Aber dieses Autoritätsproblem habe ich nun einmal, und das wird sich wohl auch nicht ändern.
Wie gelingt es Ihnen, sich zu entspannen, neue Kraft zu schöpfen?
Das Einzige, was mich wirklich ablenkt, ist die Zeit mit meiner Familie, mit meinen alten Freunden aus der Schulzeit und mit meinen Hunden. Nur in diesem engen Kreis, mit Menschen, die mich schon vor “Tokio Hotel” kannten, kann ich innerlich wirklich entspannen. Ihnen gegenüber habe ich hundertprozentiges Vertrauen. Diese Freundschaften sind sehr intensiv und mir deshalb auch unglaublich wichtig.
Aber einfach einmal mit den Jungs aus der Schulklasse in die Disco gehen, das geht ja nicht mehr …
Nein, ich habe kein normales Leben mehr - und werde es wohl auch nie mehr haben. Da brauche ich mir gar nichts vormachen. Wenn ich rausgehe, sind Bodyguards dabei und vor meiner Haustür steht auch einer. Der Erfolg ist nun einmal ein Fluch und ein Segen zugleich. Ich kann nicht richtig damit leben, ohne ihn könnte ich aber auch nicht. Ich brauche das ja: die Bühne, das Auftreten, das Rampenlicht. Das gibt mir viel Kraft, dazu fühle ich mich berufen, und das möchte ich ein Leben lang machen. Aber es gibt natürlich auch Tage, da wäre ich gerne ganz normal.
Was würden Sie machen, an so einem Tag?
Einen Partyurlaub mit ganz vielen Freunden in einem Zwei-Sterne-Hotel auf Mallorca oder Ibiza. So ein Proll-Urlaub, bei dem man schon im Flieger damit anfängt, Sangria zu saufen.
Es ist das Gerücht im Umlauf, der Stress würde Ihnen sehr zusetzen und Sie hätten mit Essstörungen zu kämpfen …
Es sind insgesamt drei Gerüchte, die jedes Jahr wieder aufkommen: Bill Kaulitz hat Magersucht. Bill Kaulitz ist schwul. Bill Kaulitz verlässt die Band. Aber es stimmt einfach nicht. Ich war immer schon schlank und nehme kein Gram zu, egal was ich mache. Ich achte auf gar nichts. Ich bestelle Milchshakes und Cola, esse Pommes - aber es muss vegetarisch sein. Seit anderthalb Jahren essen Tom und ich kein Fleisch mehr.
Kochen Sie auch selber manchmal?
Mehr als für einen Teller Pasta reichen meine Kochküste nicht. Aber da bin ich eh viel zu faul dafür. Unterwegs bestellen wir mit der Band immer den Room-Service und ansonsten schiebe ich eine Tiefkühlpizza in den Ofen.
Und ihr Leibgericht – von Tiefkühlpizza einmal abgesehen?
Früher habe ich Ente mit Rotkohl und Kartoffeln geliebt. Aber jetzt als Vegetarier darf ich da ja nur noch an die Beilage ran. Deshalb esse ich nun am liebsten Nudelgratin mit viel Käse überbacken. Es muss wohl wirklich an den Genen liegen, das wir nicht zunehmen. Tom wiegt übrigens genauso viel wie ich - nur sind seine Klamotten viel weiter geschnitten. Na ja, und er macht mehr Sport als ich.
Was machen Sie, um sich fit zu halten?
Um die anstehenden Konzerte konditionell durchzustehen, muss ich wohl auch wieder mit Joggen anfangen. Obwohl ich eigentlich total unsportlich bin. Kraftsport, Schwimmen, Fußball - mache ich alles nicht.
Lenz Koppelstätter ”
“Hauptsache es sieht geil aus! Der Superstar über seinen Look, seinen neuen Film und den ersten Kuss
Bill Kaulitz, Frontmann der Mega-Band Tokio Hotel, ist schon immer durch sein extravagantes Styling aufgefallen. In letzter Zeit noch mehr als sonst…
Dunkel geschminkte Augen, perfekt lackierte künstliche Fingernägel: Beim Interview mit BILD.de erklärt der 20-Jährige seinen Style, spricht über seinen neuen Film „Arthur und die Minimoys 2“ und über seinen ersten Kuss.
Mit seinen zehn Zentimeter hohen Absätzen ist er fast zwei Köpfe größer als die BILD.de-Redakteurin. „Ich bin etwas gewachsen, komme jetzt auf 1,88“, sagt er beim gemeinsamen Foto, das dann doch lieber im Sitzen gemacht wird. „Und dazu ich trage ja jetzt Absatz!“
Und nicht nur das: Die Haare als Irokese, Kleidung von Christian Dior und Rick Owens (Lieblingsdesigner der Rocker, Madonna trägt die Marke des US-Designers), jede Menge Silberschmuck um den Hals und Lederhandschuhe. Der junge Mann weiß sich in Szene zu setzen.
Bill, suchst du dir selbst aus, was du anziehst?
Bill Kaulitz: „Ja, auf jeden Fall. Für mich war es von Anfang an wichtig, die Freiheit zu haben, mich anzuziehen, wie ich will. Das größte Stück Freiheit ist mein eigener Körper. Ich will selbst entscheiden, wie ich aussehen will. Einen Stylisten zu haben, der mir alles rauslegt, wäre für mich die größte Horrorvorstellung. Das könnte ich nie ertragen. Für mich ist es wichtig, dass ich mich wohl fühle und mich nicht langweile.“
Warst du schon immer so selbstbewusst oder hast du dich erst mit der Zeit emanzipiert?
„Beim ersten Treffen mit unserer Plattenfirma wollten sie uns einen Stylisten andrehen und mir sagen, wie ich meine Haare tragen soll. Das war das Erste, was ich raus gestrichen habe. Damals war ich 14. Da gab es also von Anfang an Diskussionen.“
Gibst du viel Geld für Kleidung aus?
„Ob meine Klamotten viel kosten oder nicht, ist total unwichtig. Früher hatte ich wenig Taschengeld und habe mir meine Sachen selbst genäht, das mache ich manchmal heute noch. Oder ich male etwas auf und lasse es mir schneidern. Ich habe teilweise Jacken an, die kosten 10 Euro. Hauptsache, es sieht geil aus!“
Was die anderen über dein Styling sagen, ist dir egal?
„Mit Tokio Hotel gab es Zeiten, da konnte ich den Namen nicht mehr hören. Ich konnte mein eigenes Gesicht nicht mehr sehen, die Haare, alles. Ich konnte es auch anderen nicht übel nehmen, wenn sie das auch so empfanden. Dann wird es halt Zeit, etwas anders zu machen. Sich anders zu präsentieren.“
Findest du dich schön?
„Ich bin niemand, der vorm Spiegel steht und sagt: ‚Boah, bist du ’ne geile Sau!’ Auch, wenn das viele über mich denken, dass ich das über mich denke. Wenn andere Leute sagen, dass ich gut aussehe, freut mich das natürlich. Man selbst sieht das ja etwas anders.“
Wie lange brauchst du morgens?
„Mit Duschen, Anziehen, Schminken brauche ich eine Stunde, bis ich durchgestylt bin. Es gibt natürlich auch Tage, an denen ich mich nicht style. Mit diesen Haaren (zeigt auf seinen Irokesen) zum Flughafen zu gehen, wäre ja etwas anstrengend. Dann setze ich eine Mütze auf und bin komplett ungeschminkt. Zu Hause stehe ich auf und setze mich unrasiert im Jogginganzug vor den Fernseher – wie jeder andere auch.“
In „Arthur und die Minimoys 2“ sprichst du wieder die Stimme der Hauptfigur. Er erlebt seinen ersten Kuss…
„Ja, um so etwas in der Sprechkabine zu synchronisieren, küsst man seine eigene Hand, damit die Geräusche auch gut rüberkommen. Das ist nicht annähernd so romantisch, wie das dann hoffentlich im Film rüberkommt.“
Wann war dein erster Kuss?
„Ich war 9 oder 10. Tom (sein Zwilling, Anm. d. Red.) und ich hatten tatsächlich dasselbe Mädchen. Er hatte sie einen Tag früher geküsst. Ich war einen Tag später dran. Es war furchtbar. Ich glaube, der erste Kuss war ja für keinen richtig gut. Ich fand es damals schrecklich. Der zweite war besser.“
Willst du als nächstes Hollywood erobern?
„Bisher war die richtige Rolle noch nicht dabei. Ich denke, dass es sehr schwer ist, eine Rolle zu spielen. Ein bisschen Erfahrung aus Musikvideos habe ich ja auch, aber einen ganzen Film zu spielen, ist noch mal etwas anderes. Wenn das Richtige dabei ist, kann ich mir das auf jeden Fall vorstellen. Vampirfilme sind meine absoluten Lieblingsfilme. Mein Kindheitstraum würde sich erfüllen, wenn ich in einem mitspielen könnte.“
Bill Kaulitz in der nächsten Folge von „Twilight“? Das passende Styling hat der Teenie-Star jedenfalls schon einmal.